Lügen aus des Schraders Feder

Erstmal eine starke Einleitung mit genrekritischem Grundton!

Nun denn. Die subliterarische Form des Tourblogs siecht zwischen pupsöden Anekdoten von berechenbarem Alkoholkonsum, total zotigen Details aus dem Leben auf der Autobahn und Leidenschaftsbekundungen an das analoge und digitale Publikum dahin.

Nun komm aber auch mal zur Musik!

Ok. Abgesehen davon, dass es gestern in Rostock zu Anfang des Konzerts beinahe einen Brand gegeben hätte (Handtuch an Blinder (gespr.: „Blainder“)), werden sich sowohl Bandmitglieder, als auch Publikum künftig wohl besonders gerne an die Highlights des Abends erinnern. Viele der schönen Töne haben den Liedern eine ganz eigene Musikqualität verliehen! Irre! Und dieser Rhythmus aus dem Schlagzeug!! Zack – die Bassdrum! Pow – Die Snaredrum (Schnarrtrommel)! UND DANN DIESE WOHLIGEN FREQUENZEN AUS DEM TIEFTONBEREICH!! Hier mal ein sanftes G, dort eine verspielte Terz im oberen Bereich des Griffbretts und immer wieder diese wuchtigen, angenehm verzerrten Grundtöne – einfach zum Davonsegeln. Über die Akkorde von Gitarre und Piano sollte hier gar nicht erst geschrieben werden. Schlicht: Wow!

Mehr Sachlichkeit bitte!

Aber Musik ist nicht alles. Um Musik vor Publikum spielen zu können, muss man in der Regel mit dem Auto zu diesen Publika hinfahren. Damit so ein Auto funktioniert, kauft man sich an der Tankstelle Kraftstoff für Geld. Diesel z.B. Das (der?) Diesel wird über einen Schlauch mit angemessen viel Druck in den Tank gepresst, damit es dort verbrannt werden kann. Wenn man – wie Deniz Jaspersen es am Ortsrand von Rostock spontan bewiesen hat – auf den Hebel des Tankschlauchendgriffs drückt, bevor dieser im Schlund des Tanks verschwindet, kommt die (?) Diesel da trotzdem raus. Diesem Diesel ist es nämlich egal, wo man es hinpumpt; es gehorcht wie so vieles im Leben ganz einfach auf Druck. Nun haben wir eine Menge Diesel im Eingangsbereich der rechten Bustür, die ausreicht, um einen deutlichen Geruch und später vielleicht Kopfschmerzen bei allen Mitreisenden zu erzeugen.


Aber das ist doch jetzt genau das eingangs kritisierte Ding mit den Zitat total zotigen Details aus dem Leben auf der Autobahn Zitatende!

Stimmt. Sorry.

Dann bitte lieber noch ein paar private, kurzweilige Infos, Fun Facts etc!

Gern. Interessant: der einzige verbliebene Raucher in der Reisegruppe Herrenmagazin ist gleichzeitig der einzige Vegetarier. Kippchen statt Rippchen! Schmachter statt Schlachter! Gauloises statt Gulasch!