Archiv für Februar 2011

Nachtrag I. Düsseldorf


Der Morgen wird, wie gesagt, hart für zumindest den König, der sich mit geringfügiger Verspätung an einen hast‘gen Kaffee schleppt und kaum mehr spricht. Er deponiert sich umgehend auf der Rückbank und fällt in einen tiefen Schlaf. Während der Fahrt nach Köln ist nur wenig zu vernehmen, und trotz Stau ca. 1200 Meter vor der Abfahrt kommen wir verhältnismäßig pünktlich im 4711-Haus an, in welchem sich mttlerweile die Redaktion der Zeitschrift „Intro“ befindet. Die Parksituation in Köln ist in etwa so beschissen wie die allgemeine Verkehrssituation in Erlangen, und Andere Luigi gerät in den engen Gassen auf der Parkplatzsuche an die Grenzen seiner Manövrierfähigkeit. Man stellt schlußendlich den Wagen irgendwo vor einer Parkgarage ab, und während Deniz wie von der Tarantel verführt vorausschnürt, erreicht der Rest der Band die Redaktionsräume trotz moderaten Tempos ebenso pünktlich. Fürderhin beteiligen sich alle an Platten vor Gericht und spätestens zur neuen Decemberists-Platte bekommt die Gesamtband Bierdurst. Der Rest bleibt noch im Verborgenen. Hernach sollen drei Lieder fürs Internetfernsehen aufgenommen werden, und da eine der beiden Akustikgitarren plötzlich hinüber ist, muß der Frontmann der Band um Deniz Jaspersen erneut allein ran und drei Lieder vortragen.
Ab in die Partnerstadt Kölns, nach Düsseldorf. Gegurke. Mittelmäßige Parksituation einladen aufbauen soundcheck usw. usf. Da der angekündigte Supportmann Gnill wegen dicker Mandeln in Hamburg verharren muß, wird kurzfristig Georg Zimmermann als Ersatz angekarrt, auch gut! Zur allgemeinen Freude des Verfassers dieser Zeilen betreten zwei Herren der Düsseldorfer Gitarrenpoplegende Subterfuge die Szene des Verbrechens, lang ists her. Das Konzert steht ganz unter dem Bedürfnis, Düsseldorf schlecht zu machen, zumindest von Seiten des Schlagzeugers aus, wozu aber eigentlich gar kein Anlaß besteht, da ist es ja auch nicht schlechter als anderswo. Seltsam!
Abgeschlossen werden soll der Abend mit den beiden erwähnten Subterfugen in einer nahegelegenen Kneipe bei 30, 40 Bier, doch wird die Gruppe Herrenmagazin unter Vorspiegelung falscher Tatsachen in die Partymeile Düsseldorfs gelockt, was nach einer halben Stunde Fußmarsch zu ausgeprägtem Unmut führt. Rein ins Taxi und zurück mit dem neuerworbenen Wissen, daß die gewünschte Kneipe drei Minuten vom Hotel entfernt gewesen wäre! Dort angekommen bewegt sich auch nur noch der von Bierwunsch zerfurchte Verfasser dieser Zeilen ins Convex o.s.ä., wo zumindest noch der sauflaunige Daniel K. anzutreffen ist. Der Rest verzieht sich vor die Fernseher und schlummert zum Herrn der Ringe ein, während Dr. Engler wenige Stunden später zielstrebig von seinen ZechkumpanInnen vor der Hoteltüre abgestellt wird. Was er noch nicht weiß: am nächsten Morgen wird es kein Fruehstueck geben!

Karlsruhe

Wir verlassen Wiesbaden mit hoher Geschwindigkeit und erreichen staufrei Karlsruhe. Übrigens ein bis dato noch nicht dagewesenes Phänomen: abgesehen von manch kurzem zähfließendem Verkehr haben wir die Tournee bisher nahezu störungsfrei durchgestanden. Heute ist die Zeit des Abschieds von Daniel und Eleni, die mit ihrer wieder angeeigneten Fußpedalbaßorgel das schönste der drei Konzerte bestreiten. Schauen Sie hier, es lohnt sich!


Chrakteristisches Bild (bietet sich buchstäblich immer): Kommunikationsfaul
Unser Konzert verschwimmt in der Trübnis der Routine, doch später im Hotel muß der einem Schwächeanfall sich nähernde König für teures Geld spät in der Nacht in ein Einzelzimmer umziehen, weil der Bettnachbar angeblich so eklatant sägt. Kaum hat der gebeutelte Monarch sein rettendes Refugium erreicht, es ist halb vier in der Frühe, muß er feststellen, daß nebenan sexuelle Energie freigesetzt wird! Für einen Wutanfall ist der arme Mann jedoch zu erschöpft. Der nächste Tag wird hart für ihn werden.

II. Schlachthof


1 a Zeltbild
Wiesbaden also, eine Stadt, zu der einem gemeinhin gar nichts einfällt. Zum ersten Mal suchen wir einen Plattenladen auf, wo u.a. „Powerage“ von AC/DC angeschafft wird, einer vielversprechenden Bluesband aus Australien. Hernach suchen wir einen türkischen Imbiß gegenüber auf, der dringlichst an der Warmhaltetechnik seiner Suppen arbeiten solte. Eine lauwarme Suppe nimmt jedem kalten Tag die Chance auf Besserung! Vor begeisterungsfähigem Publikum spielen Eleni & Daniel, mit sofortiger Wirkung Sea & Air, ein umjubeltes Konzert ohne Fußbaßpedalorgel, die die beiden in Regensburg vergessen haben. Wie kann man eigentlich nicht bzw. maßvoll saufen und so verpeilt sein? Beachtlich!

Freier Tag in Frankfurt



Geburtstagsmahl für Faul.

Zerfall in Regensburg.


Lull!


Beginn einer Hirnlosigkeit.


Ex-Drummer der Absoluten Beginner; Francesco Totti!


„Was ist das für ein Gerät, durch das der Mann da guckt?“


Flirtmaster J & the Cocktail King


Tanz der Moleküle


Unverzeihliches Ärgernis: der zerbrochene Krug


Ab in die stabile Seitenlage


Zu spät.